Ideen
Produkte
Lösungen

Verlegehinweise für Wellplatten

 

Lagerung und Transport

Möglichst in Innenräumen lagern. Wellplatten als Plattenstapel im Freien vor Sonne und Feuchtigkeit schützen und mit weißer Folie abdecken bzw. anderwertig vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Andernfalls besteht die Gefahr eines Wärmestaus, wodurch Spannungsrisse im Material auftreten können. Platten-Stirnseite verschlossen halten.

 

Zuschneiden

Wellplatten können mit hochtourigen Kreissägen geschnitten werden. Hartmetall-bestückte Sägeblätter verwenden. Ein Ausbrechen der Schnittkante ist zu vermeiden.

 

 

Eckzuschnitte

Um an Stellen mit Höhen- und Seitenüberlappung eine vierfache Überdeckung der Platten zu vermeiden, sind die Ecken der beiden mittleren Platten abzuschneiden. Die Schnittflächen dieser Eckzuschnitte sollen ein Spiel von mindestens 10 mm besitzen.

 

Bohren

Zum Bohren der Befestigungslöcher Kegelbohrer verwenden. Unbedingt auf glatte Bohrränder achten. Ausgebrochene Bohrränder können im Laufe der Zeit zu Rissbildung führen. Die Bohrlöcher betragen für: Profil 76/18 10 mm, 130/30 12 mm, 177/51 12 mm.

 

Verschraubungen

Die Befestigung der Platten auf der Unterkonstruktion erfolgt mit Fassadenschrauben bzw. Schraubhaken zusammen mit Kalotten. Sie dichten die Befestigungs-Bohrungen gegen Wasser von außen ab und sorgen für eine werkstoffgerechte Krafteinleitung in die Platte bei Belastung durch Schnee und Wind. Schraube und Bohrloch dürfen sich nicht berühren, die auftretenden Längenänderungen durch Temperatur- und Feuchtigkeits-schwankungen müssen mit berücksichtigt werden.

 

Dichtungsmaterialien

Zur Abdichtung der Platten, z. B. bei geringer Dachneigung, dürfen nur Materialien eingesetzt werden, die mit Kunststoffen verträglich sind.

 

Unterkonstruktion

Verglasungen mit Wellplatten erfordern eine steife Unterkonstruktion aus verwindungsfreiem Holz (Leimholz, Leimbinder), Stahl oder Aluminium, um Schnee- und Windlasten sicher aufzunehmen. Die Anstriche der Unterkonstruktion müssen vor dem Auflegen der Platten gut abtrocknen. Die Sparrenoberseite, Pfetten und Aufleger müssen weiß gestrichen sein (Dispersionsfarbe, alternativ Pfetten und Aufleger mit Alufolie bedecken) damit es aufgrund von Hitzestau nicht zu Spannungsrissen im Material kommt.

 

Dachneigung

Wellplatten sind mit einer Dachneigung von mindestens 6° entsprechend 10 cm/m zu verlegen. Größere Dachneigungen sind zu bevorzugen.

 

Reinigung

Zur Oberflächenreinigung eignen sich Wasser oder eine milde Seifenlauge. Um Kratzer zu vermeiden, keine scheuernden Materialen verwenden.

 

 

Begehen

Ein Begehen ist nur mit Bohlen von mindestens 50 cm Breite erlaubt (siehe z. B. Arbeitsstättenrichtlinien 8/5, VBG 37 n. ZH 1/489).

 

 

Einbauhinweise für Wellplatten

Die Verlegelänge darf 4.000 mm nicht übersteigen. Bei größeren Abmessungen müssen zwei oder mehr Platten überlappend montiert werden. Die Überdeckung in Richtung Wasserlauf ist abhängig von der Dachneigung:

Dachneigung von 9° bis 17° = 200 mm
Dachneigung über 17° = 150 mm

Mit Wellfirsthauben und Mauer-Anschlußstücken können First- und Wandanschlüsse sauber und sachgerecht überdeckt werden.

Durch Temperaturunterschiede arbeiten die Platten. Die kann sich durch knacken bemerkbar machen.

Der Befestigungsbedarf liegt bei ca. 7 Schraubenpro m².

 

 

Wichtiger Hinweis

Bei XT-Wellplatten 3 mm Stärke dürfen keine Abstandshalter verwendet werden. Bei XT-Wellplatten 1,8 mm Stärke, PC-, PVC- und Polyesterplatten müssen Abstandshalter verwendet werden. Unsere anwendungstechnische Beratung ist unverbindlich. Für Anwendung und Verarbeitung unserer Produkte, auch hinsichtlich etwaiger Schutzrechte Dritter, ist der Käufer verantwortlich. Bei allen genannten technischen Daten handelt es sich um Richtwerte.